| Cortijo El Saltador mit Seminarhaus im Vordergrund |
Das Seminar- und Gästehaus Cortijo El Saltador liegt in der Halbwüste "Sierra Alhamilla" in Andalusien, etwa 50 km nördlich von Almeria. Mit 320 Sonnentagen im Jahr ist dies die sonnenreichste Region Europas und die wärmste Region Spaniens. Das Haus liegt inmitten der Hügel der Sierra, der nächste, etwa 400 Seelen große Ort "Lucainena de las Torres" ist 5 km entfernt.
Die Hamburgerin Claudia hat den alte Bauernhof als Ruine vor 12 Jahren erworben und mit viel Herzblut und mit Hilfe lokaler Handwerker, Freunde und Freiwilliger über 2 Jahre lang zu einem Seminar- und Gästehaus mit 8 Gästezimmer restauriert.
Das Haus ist fast autark: Strom wird über das eigene Solarfeld bezogen und das Wasser normalerweise über einen Brunnen, der aktuell aber nicht funktioniert. Es gibt keine Müllentsorgung, die Post wird im Rathaus abgeholt (wenn sie nicht wieder verloren gegangen ist) und Telefonnetz gibt es nur am Olivenbaum vor dem Küchenfenster oder auf dem Berg neben dem Haus. Auf Elektrogeräte wird weitestgehend verzichtet - es gibt keine Waschmaschine und keinen Wasserkocher. Dafür gibt es eine Mikrowelle im Garten:
Die Lebensmittel werden überwiegend regional und biologisch erworben - Honig und Oliven von der Nachbarin, Käse und Brot aus lokalen Familienbetrieben und Obst und Gemüse aus Eigenanbau einer befreundeten Engländerin oder vom Markt. Direkt am Haus wachsen Granatäpfel, Oliven und Kaktusfeigen sowie diverse Kräuter, die für Infusion - frische Kräutertees verwendet werden.
Das Trinkwasser wird über den Brunnen des nächsten Dorfes bezogen. Auf dem Marktplatz gibt es zwei Hähne, aus denen schmackhaftes Quellwasser fliesst. Seit vor einiger Zeit nachts LKWs angefahren kamen, um Wasser in großen Mengen abzuzapfen und anschließend zu verkaufen wird der Hahn nachts geschlossen und tagsüber überwachen die Dorfältesten wer sich Wasser nimmt.
Der Ort ist voller Stille - außer Vögel und Insekten (oder einen jammernden Hund Helga oder eine hungrige Katze Max oder Katz) hört man nichts!
| Der schönste Frühstücksplatz |
| Einfach jeden Morgen mit der Sonne aufstehen! |
| Auf dem Dach des Cortijos |
Zwischen der Sierra Alhamilla und der Küste erstreckt sich ein 350 km² großes Meer aus Gewächshäusern, in denen pestizidverseuchte Tomaten für den europäischen Markt gezüchtet werden. Bei einer Fahrt durch dieses auch genannte "Mar del plastico" fühlt man sich wie in einer anderen Welt bzw eher wie in Afrika, auch wegen der Slums... Hier gibt es einen interessanten Artikel mit weiteren Informationen.
| Blick von der Sierra Alhamilla auf das Plastikmeer |
Zwischen April und Ende Oktober 2013 hat es in der Region nicht mehr geregnet. Die Sierra Alhamilla war in der Vergangheit ein waldreiches Gebiet. Mit der Eisenerzproduktion wurde das Holz innerhalb mehrerer Jahrzehnte abgetragen. Als alles weggeholzt wurde, der Regen ausblieb und die Flüsse vertrockneten gingen in den 50ern die letzten Menschen mit der Folge, dass viele Bauernhofsiedlungen in der Sierra Alhamilla verlassen sind.
| Verlassene Cortijos in der Nachbarschaft |
Die Menschen, die jetzt (noch) in der Region wohnen, sind sehr arm.
Traditionelles Handwerk ist noch sehr verbreitet, wie zB Keramik:
Keramikwerkstatt in Sorbas
Seitdem es Strom gibt, lassen sich auch Fernsehen und Kühlschrank nutzen. Bis vor einigen Jahrzehnten war dies noch undenkbar, daher gab es keine Milchprodukte wie Butter und Joghurt, da diese nicht gekühlt werden konnten. Claudia vermutet, dass sich mit einer flächendeckenden Stromvernetzung in Zukunft auch wieder Menschen in der Sierra ansiedeln und die verfallenen Landhäuser wieder aufgebaut werden. Die Landflucht ist jedoch noch allgegenwärtig und es gibt aktuell keinen Grund in verlassene Gegenden zu ziehen. Das Luxusgut "Ruhe" wird noch nicht erkannt bzw geschätzt.
Während meines Aufenthaltes lagen die Tageshöchsttemperatur noch bei 28 C. Sobald die Sonne untergegangen ist wird es recht frisch. In den zwei Wochen habe ich den Wechsel von Sommer zum Herbst miterlebt. In der zweiten Woche kam auch der lang ersehnte Starkregen, der sonst eigentlich immer im September erwartet wird. Mit dem Regen kam auch eine Kaltfront und die Temperaturen sanken nachts auf 6-8 C. Tagsüber stieg das Thermometer jedoch wieder auf 26 C. Die Luft ist klar und lichtunverschmutz, so dass der Sternenhimmel dadurch gigantisch wirkt. Aufgrund dieser speziellen Eigenschaften gibt es in der Nähe mit dem Calar-Alto-Observatorium eine der größten Sternwarten Europas.
In etwa 20 km Entfernung liegt die einzige natürliche Wüste Europas, die Wüste von Tabernas. Seit den 50ern ist sie Produktionsstätte zahlreicher Filme, u.a. von alten Spaghettiwestern, Indiana Jones und auch von "Der Schuh des Manitu".
Aktuell wird "Exodus" von Regisseur Redly Scott (Alien, Gladiator) produziert, der 2014 in die Kinos kommen wird. Vor zwei Monaten wurde komplette Szenerien des "Gelobten Landes" gebaut. In den letzten Tagen ist die Filmcrew mit 200 Mann über Almeria angereist, nach Ende der Produktion wird alles wieder abgebaut. Wir haben sowohl die Proben zum Film gesehen...
...als auch die Aufbauarbeiten der Kulissen des "Gelobten Landes":
Aktuell wird "Exodus" von Regisseur Redly Scott (Alien, Gladiator) produziert, der 2014 in die Kinos kommen wird. Vor zwei Monaten wurde komplette Szenerien des "Gelobten Landes" gebaut. In den letzten Tagen ist die Filmcrew mit 200 Mann über Almeria angereist, nach Ende der Produktion wird alles wieder abgebaut. Wir haben sowohl die Proben zum Film gesehen...
...als auch die Aufbauarbeiten der Kulissen des "Gelobten Landes":
Die
Küste rund um Almeria, insbesondere die des Naturparks "Gabo di Gata", ist, anders
als der Rest der andalusischen Küste, überwiegend unbebaut:
Das ökologische Dorf Los Molinos del Rio del Aguas zwei Täler entfernt von Claudias Cortijo wurde von Amerikanern und Holländern aufgebaut. Es wird autonom mit Solarenergie versorgt und nutzt das Wasser des Flusses. Viele Projekte im Dorf laufen über Volunteering: Der Engländer Dave hostet in seinem Haus junge Helfer, die im Gegenzug bei Renovierungsarbeiten im Haus helfen, das Projekt Sunseed hostet Volontäre, die an Workshops zu den Themen Solarkochen, ökologischer Gemüse- und Obstanbau etc. arbeiten. Seit jeher ist das Dorf Ziel junger und alter alternativ-Reisende. Einige bleiben, wie der 41-jährige Tim aus Hamburg, der Kreativ-Workshops aus Pita (Agarven)-Pflanzen anbietet. Weitere Infos zur Pita-Schule von Tim in diesem Video
| Gabo di Gata bei San José |
| Agua Amarga |
Mixed Stuff
Vertrocknete Flussbett in der Nähe des Cortijos:Los Molinos del Rio del Aguas und die Pita-Schule von Tim
Das ökologische Dorf Los Molinos del Rio del Aguas zwei Täler entfernt von Claudias Cortijo wurde von Amerikanern und Holländern aufgebaut. Es wird autonom mit Solarenergie versorgt und nutzt das Wasser des Flusses. Viele Projekte im Dorf laufen über Volunteering: Der Engländer Dave hostet in seinem Haus junge Helfer, die im Gegenzug bei Renovierungsarbeiten im Haus helfen, das Projekt Sunseed hostet Volontäre, die an Workshops zu den Themen Solarkochen, ökologischer Gemüse- und Obstanbau etc. arbeiten. Seit jeher ist das Dorf Ziel junger und alter alternativ-Reisende. Einige bleiben, wie der 41-jährige Tim aus Hamburg, der Kreativ-Workshops aus Pita (Agarven)-Pflanzen anbietet. Weitere Infos zur Pita-Schule von Tim in diesem Video
| Agaven-Pflanze |
| Agaven-Pflanze mit abgestorbenem Blütenstand |
| Ein Blick ins Badezimmer von SUNSEED |
Meine Referenz:
"Mrs Melanie Schmidt did volunteer at my guesthouse in andalucia from 18.10 - 1.11.2013 elsaltador.com
it was a great pleasure to have her as a helper and i can highly recomend her although i can understand that she wants to travel and explore i am a bit jealous that she aplies at your place !
she is allways wellcome back to the cortijo saltador as a realy good worker and for her nice atitude as a friendly volunteer good luck and hopefully see you agian melanie
claudia scholler"
it was a great pleasure to have her as a helper and i can highly recomend her although i can understand that she wants to travel and explore i am a bit jealous that she aplies at your place !
she is allways wellcome back to the cortijo saltador as a realy good worker and for her nice atitude as a friendly volunteer good luck and hopefully see you agian melanie
claudia scholler"
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