Freitag, 30. Januar 2015

The Kiwi way of Life (Nelson / Neuseeland)

Die Nutty Acre Farm liegt in der Nähe des Dorfes Dovedale in den Hügeln bei Nelson auf der Südinsel Neuseelands. Sie auf einem Hügel, rund herum gibt es einen grossen Obst-, Kräuter- und Gemüsegarten mit Salat, Mais, Kartoffeln, Mangold, Brombeeren, Erdbeeren, Zitronen, Äpfeln, usw. und mehrere Hektar Land und in der Ferne blickt man auf den Khaurangi National Park u.a. mit dem 1.762 hohen Mount Arthur. Neben der Familie bestehend aus der 50-jährigen Heather, David und Sohn Hamisch (12 J.) leben hier vor allem Tiere: Schafe, Kühe, Schweine, Ziegen, Pferde, Lamas, Alpacas, Hühner, Truthähne, Gänse, Enten, Pfaue, Papageien, Reptilien, Fische, ein Opossum "Ruby", Chinchillas, eine Ratte, Schildkröten, eine Katze und Hund "Rusty".



   






Die eigentlich Farmchefin ist Heather. Sie hat ein grosses Herz für alle Tiere und nimmt daher kranke, verlorene oder vergessene Tiere auf und gibt ihnen ein neues zuhause. Zusammen mit dem 12-jährigen Sohn Hamish und vielen Helfern aus der ganzen Welt verpflegt sie jeden Tag alle Tiere, den Garten, kocht alles selbst und schmeißt nebenbei noch den Haushalt. Alleine mit dem Füttern und Kühe-Melken ist sie jeden Tag mindestens 3 Stunden beschäftigt. Jetzt im Sommer passiert dies früh am Morgen, wenn es noch kühl ist. Ab mittags bis zum Frühabend ist es zu heiss für jegliche Arbeiten in der Sonne. Für die Fütterung fährt Heather mit einem kleinen Trecker und Anhänger voller Gemüse auf die einzelnen Weiden. Im Gatter angekommen wird ein Teil entladen. Besonders die Kühe und Schweine sind so gierig, dass sie neben dir im Hänger stehen und dich am Hintern anstubsen!!
















Heather bekommt von einigen Supermärkten Backwaren sowie Obst und Gemüse mit "abgelaufenem MHD" - eine Schande zu sehen, was normalerweise alles im Müll landet - schön zu sehen, dass die Sachen im Fall der Farm dringend benötigt werden. Es sind die meiste Zeit im Jahr ca. ein bis zu vier Helfer da - ohne diese wäre das alles nicht zu schaffen. Sie bleiben, wie ich mindestens eine Woche bis einige Monate. Die Helfer wohnen in kleinen "Cabins", dh Hütten, die mit einem gemütlichen Bett und Schränken ausgestattet sind.
















Alle Helfer arbeiten jeden Tag 4 Stunden und erhalten im Gegenzug Übernachtung und 3 Mahlzeiten pro Tag - das ganz normale Help Exchange-System. Wenn man sich auf der Farm umschaut weiss man gar nicht wo man anfangen soll, denn an allen Ecken und Enden gibt es etwas zu tun. Und Heather startet, verrückt wie sie ist, immer wieder neue Projekte oder bringt immer neue Tiere mit auf die Farm, was David gar nicht gefällt, da er die Arbeit sieht, die dahinter steckt.

David ist während der Woche als Truckfahrer unterwegs - dabei verlässt er morgens um 4.30 Uhr das Haus und kommt abends um 18.00 Uhr nach Hause. Da das Geld nicht reicht, ist die Familie auf die zusätzliche Einnahmequelle angewiesen. Die beiden haben versucht die Farm als Lern- und Erfahrungsprojekt für Kinder und Schulklassen zu integrieren. Auf der Farm können die Kinder über Tiere sowie die Produktion von Milch und Käse lernen. Leider haben die staatlichen Auflagen und Versicherungsgründe dazu geführt, dass sie das Projekt nicht weiter ausbauen dürfen / wollen / können. Natürlich kann aber nach wie vor jeder kommen und sich die Farm anschauen und natürlich Heathers selbst gemachte Marmeladen, Käse, Yoghurt, Saucen und Chutneys, Tees, Limonaden, Säfte sowie frische Milch, Eier, Obst und Gemüse erwerben.





Sie hat viele Kunden und die Leute aus dem Dorf lieben ihre Produkte - das kann ich nur bestätigen, denn es gibt jeden Tag leckere Gerichte von dem, was die Farm hergibt. Wenn Besuch da ist, egal zu welcher Zeit, werden immer eine Käseplatte und Milkshake gereicht. Es ist eigentlich immer Jemand zu Besuch - Freunde, Kunden oder eines der vielen Kinder der beiden mit ihren Freunden. Mittlerweile sind sie auf dieser Farm angekommen und führen diese mit Herzblut, auch wenn sie aufgrund der Sommerhitze um Garten und Tiere kämpfen müssen und die Farm kein Geld abwirft.

Das schöne daran als Volunteer hier zu sein ist die Tatsache, dass sie jeden so nehmen, wie er  / sie ist, dass sie jedem einen Einblick in ihr Leben geben, dich Dinge lehren und immer bereit sind selbst zu lernen.


Meine Referenz von Heather und David:

"Melanie stayed with us for a week,She is awesome and we highly recommend her,
She is very easy going and respectful ,excellent English , gave everything a go  and finished all tasks that were set her. Over and above what she helped us with ,which varied from watering/weeding gardens and house work, feeding out cows sheeps even the pigs, I think she enjoyed feeding Ruby the possums best of all, Even had a go at shearing some sheeps done the fleecing for that day.
Melanie took some wonderful photos helped me with my face book ,You are welcome to check out her work at nuttyacre on facebook. We very much enjoyed having Melanie come stay and wouldn't hesitate to have her back. Good luck we wish you many laughs and many memorable experiences.
Thanks Melanie for everything.
Cheers David  Heather and Hamis"

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